Synchronizität der Ereignisse

Gelsenkirchen/Essen. Wochenlang geschieht nix. Und dann kommt alles in einer Woche. Das kennen viele aus ihrem Berufs- und Privatleben. Oft ist das nicht amüsant, wenn alles auf einmal zusammenkommt.

In dieser Woche kommen zwei Ereignisse aus dem Themenbereich Jugendamtskandal zusammen:

Zum einen ist das Urteil im Landgerichtsprozess Brings ./. Sombetzki raus. Zum anderen schlägt Stadträtin Annette Berg dem Oberbürgermeister den kommissarischen Referatsleiter Wolfgang Schreck zum neuen Referatsleiter des Jugendamts vor, wie die WAZ unter der Überschrift „Schreck wird Referatsleiter“ berichtet.

Synchronizität

Fragt man danach, was die Welt im Innersten zusammenhält, stößt man zwangsläufig auf den Begriff der Synchronizität. In seiner Vorrede seines Buches warnt C.G. Jung die Leser: „Man habe sich nicht nur auf

Kontinuität im Wirken – auch im Jugendamt?
Kontinuität im Wirken – auch im Rathaus bzgl. des Jugendamts?

Exkursionen in die dunklen, zweifelhaften und von Vorurteilen behafteten Gebiete einzustellen“. Synchronizität sei mehr als Serialität. „Diese betrachtet er als kuriose – bloß amüsante – Koinzidenzen, denen das schöpferisch verwandelnde Potenzial der Synchronizität fehle.“, so die Beschreibung über Jungs Annahme, das der Unterschied in einer produktiven Ausgestaltung liege.

Fragt sich, worin der kreative Aspekt liegen könnte, die beide Ereignisse für das Erleben der Gesellschaft in Gelsenkirchen bedeutsam macht.

Diskurs über „das System“ steht noch aus

Wie werden die Kritiken im Rathaus zur Ernennung von Hr. Schreck ausfallen?
Wie werden die Kritiken im Rathaus zur Ernennung von Hr. Schreck ausfallen?

Angesichts der bisherigen Aufklärungsversuche in den verschiedenen Bereiche der Politik, Verwaltung und den Medien, hat der Jugendamtskandal bisher keinen Diskurs im Bereich dessen gebracht, was das Handeln der Einzelnen Akteure erst ermöglichte. Hier fehlt noch eine systematische Aufarbeitung der Strukturen, die den Jugendamtskandal erst möglich gemacht haben. An dieser Stelle sind sich die CDU und die GRÜNEN in ihren jeweiligen Abschlussberichten einig; hier fehlt es noch an weiterer Aufklärung – die man im Übrigen in der laufenden Ratsarbeit fortzuführen gedenkt.

Fazit

Dann schaun wir doch mal, was den zur Kontrolle der Verwaltung und SPD-Mehrheitsfraktion berufenen Mandatsträgern im Rathaus zu dieser Personalie eines neuen Referatsleiters aus der alten Garde der Mitarbeiter rund um die Führungsmänner Wissmann/Frings einfällt.

 

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2 Gedanken zu “Synchronizität der Ereignisse

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