Sondervotum der GRÜNEN zum „Abschussbericht“ der Verwaltung

Gelsenkirchen. Die GRÜNEN haben anders als die CDU keinen Zwischenbericht vorgelegt. Dennoch geht aus ihrem Sondervotum hervor, dass sie den Bericht der Verwaltung nicht für einen Abschlussbericht halten. Dafür fehle es an zu vielen Stellen an wichtigen Fakten, Daten und Details.

GRÜNE: Einen Fuß in der Tür, bevor sie zugeschlagen wird!?

Wie schon beim CDU-Zwischenbericht kann ich auch hier beim Sondervotum der GRÜNEN feststellen, dass versucht wird eine Aufklärung zu betreiben, die ihren Namen verdient. Die Kritik der GRÜNEN, an einer erkennbar fehlenden Haltung der Verwaltung diesbezüglich, fällt neuerlich auf. Wie man mit zwei so starken Expertisen nächsten Freitag mit Ratsbeschluss den Aufklärungausschuss AFJH zu machen will, ist eine interessante Pointe einer gewachsenen ur-demokratischen Haltung, die in dieser Stadt durchaus eine gewisse Tradition hat.

Kein ungetrübter Blick in die Geschichte der hiesigen städtischen Demokratiebildung

Beinahe wie ein Märchen mutet der Blick in das Wachsen und Gedeihen der Demokratie der Stadt Gelsenkirchen an. Die Kämpfe um die Energieanbindungen der Stadtteile vergessen machend, erhob sich mit den Erkenntnissen aus der Misere um das Bakterium mit Dr. Robert Koch, die Zivilisation quasi aus den Abwässern der Straßen Gelsenkirchens.

Nicht nur der Blick in die Geschichte des St. Georg-Skandals in den 80igern zeugt von einer derart gewachsenen Struktur der hiesigen Demokratiebildung, die prägend ist für die Stadt, die Menschen und die Politik, die hier gemacht wird. Theorie und Praxis gingen in dieser Stadt schon früh Hand in Hand. Der Arbeiterjunge, der mit der Flasche Bier an den Schalthebeln der Macht landet – dieses Bild, es könnte aus Gelsenkirchen stammen.

Die Qualität der angebotenen Verwaltungsleistungen zu kontrollieren, ist mittlerweile so selbstverständlich wie unnötig; sie erfolgt in partnerschaftlicher Abstimmung.

Prof. Giesner als Zeitzeuge der Geburtsstunde einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Sozialdemokratie und modernem Verwaltungsstaat, die den Pluralismus-Tendenzen trotzend zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger sich den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer angepasst hat. In Gelsenkirchen wurde die ewig unbeantwortete Frage beantwortet, welches Auftragsgewicht sich für die Sozialpolitik zu deren Ausgestaltung ableiten lässt. Die Zwischenarbeitsformen wurden zur Grundlage einer städtischen Gemeinschaft verarbeitet, die ein Licht wirft auf diese Stadt, die als Leuchtturm hell erstrahlt aus der dunklen Geschichte zwischen kohlegeschwärztem Himmel und stahlgehärtetem Tun.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s