Zurück zu W.F. Szodruch und der WAZ

Gelsenkirchen/Hamm. Also kehre ich zur Intention des ersten Teils meines Berichts über den heutigen LAG-Termin in Hamm zurück. Bevor mir Frau Ansahl mit ihrem Hofbericht-Kommentar dazwischen kam. Ich wollte gerade einen Vergleich mit dem WAZ-Journalisten W.F. Szodruch ziehen, da ich dessen alten Weggefährten im Landesarbeitsgericht wieder traf.

Nun also das Zitat nach einem Bericht in den Gelsenkirchener Geschichten zur Gedenkfeier der Familie anlässlich W.F. Szodruchs Tod:

„Die Schwachen kämpfen nicht, die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde, die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre, die Stärksten kämpfen ihr Leben lang. Diese sind unentbehrlich.“

„Mit diesem Bertolt-Brecht-Zitat zeigte seine Familie den Tod Winfried Szodruchs –wfs – (17-2-1944 – 13-5-2012) an. Treffender könnte ein Zitat nicht sein.

für Winfried Szodruch im Jahr 1981 über die Missstände rund um St. Georg

Wfs wurde für seine journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet: Im Januar 1982 erhielt er in seiner Eigenschaft als Lokalredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung Gelsenkirchen einen „Wächterpreis“ (1981) für seine Berichterstattung „über die Mißstände beim dortigen Sozialwerk St. Georg“. Dafür gebühre ihm und der Zeitung, die seine Tätigkeit ermöglichte, Ehre und Anerkennung, so die von Kurt Sontheimer geleitete Jury der Stiftung „Freiheit der Presse“.

Zum Sinn und Zweck der Preisverleihungen heißt es : „Mit diesen Preisen sollen herausragende publizistische Leistungen ausgezeichnet werden, die der verfassungspolitischen Funktion der Tagespresse entsprechen … Mißstände aufzudecken und kritisch zu behandeln. Preiswürdig sollen ferner solche Arbeiten sein, die sich um das Entdecken und die Abwehr sachfremder Einflüsse oder Einflussversuche auf die Presse mit Erfolg bemüht haben.“

Mit der derzeitigen Berichterstattung von Frau Ansahl ist die WAZ von einem vergleichbaren, preiswürdigen Journalismus meilenweit entfernt. Die heutige Intention von Autor und WAZ findet sich in ihrem Kommentar mit einem Wort: „verstummen“.

 

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