Spontane Absage der neuen Jugendamtsleiterin

Gelsenkirchen/Lüneburg. Die überraschende Absage der neuen Jugendamtsleiterin Pia Steinrücke wirft viele Fragen auf? Auch auf der Metakommunikationsebene!

Warum wurde die Meldung der LZ von Donnerstag – ein Leserbrief von etwa 13:41 Uhr – nicht von Rechts- und Betreuungsdezernent Christopher Schmitt dem Untersuchungsausschuss am Donnerstagabend unter „Aktuelles“ oder wenigstens im Nichtöffentlichen Teil präsentiert?

Warum sagt OB Frank Baranowski, dass sich Pia Steinrücke vor ihrer Ernennung den Fraktionen vorgestellt hat? Welche Qualität geht mit dieser Aussage einher?

„Ihre Absage nach der Vertragsunterzeichnung hat schon eine besondere Qualität.“

Erst: JA! ——————- Dann: NEIN!

Der OB wird in der Pressemeldung so zitiert. Doch was sind die wahren Gründe für ihre Absage? Eine Absage per Email, so die WAZ, die den OB kurz vor Erscheinen des Artikels erreichte?! Vergegenwärtigen wir uns: die Email ist die Postkarte des digitalen Zeitalters. Uups!! – Weil ihre Entscheidung soll Pia Steinrücke bereits am Dienstag getroffen haben, so die LZ.

Was heißt es, wenn LZ online schreibt, sie habe „aus heutiger Sicht eine übereilte Entscheidung getroffen“? Die familiären Gründe wiegen nicht mehr so schwer?

Welche Gründe wiegen denn so schwer, eine unterschriebene und vom Rat am 25.02.2016 beschlossene Anstellung, zwischenzeitlich nach „einem Überdenken dieser Entscheidung“, wieder zurück zu nehmen?

Die aktuelle Bedeutung des AFJH aus Sicht der Verwaltung!

Der AFJH wird in der Mai-Sitzung eine Menge aufzuarbeiten haben, was schief gelaufen ist. Dabei wird es auch um die Bedeutung des Ausschusses für die Verwaltung gehen, da die Ausschussmitglieder nicht direkt am Donnerstag informiert worden sind.

Ob die Gründe von Pia Steinrücke nach Aufarbeitung im Ausschuss die wirklichen Gründe bleiben werden, oder ob auftretende Gerüchte näher an der Wahrheit liegen, wird sich möglicherweise erst viel später zeigen. Gemutmaßt und gemunkelt darf und muss immerhin werden. Eine naheliegende Annahme dürfte sein, dass sich Pia Steinrücke in der Zwischenzeit nach ihrer Ernennung vor Ort ein wenig mit den hiesigen Verhältnissen rund um das Jugendamt schlau gemacht hat.

Dann ist eine solche Entscheidung im Endeffekt vielleicht begründet. Immerhin nachvollziehbar und verständlich dürfte sie für diejenigen sein, die einen näheren Einblick in die Verhältnisse haben. Für den Aussenstehenden ist das ganz schön „schräg“, um in Anlehnung an Burkhard Wüllscheidt eine treffende Formulierung zu benutzen, die pointiert ausdrückt, was sich viele denken werden, die mit den Umständen nicht so vertraut sind.

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2 Gedanken zu “Spontane Absage der neuen Jugendamtsleiterin

  1. Wenn die Verwaltung davon gewusst haben sollte, wäre die Information nett gewesen im Ausschuss, aber der Artikel erschien nun mal auch erst Donnerstag und keine Ahnung, wie das sonst komunziert wurde. Einen Skandal sehe ich da nun wirklich nicht.

    Ansonsten ist das ja auch nicht der Jugendamtsausschuss (das ist der KJF ggf. HFBP / Rat in dem Fall), sondern er soll die Vergangenheit bzw. klares Fehlverhalten aufklären. Bitte keine Nebenschauplätze aufmachen und sich in Spekulationen verlieren. Vermuten kann man vieles, aber dann sitzen wir wieder 7 Stunden im Ausschuss, WISSEN am Ende weniger und immer weniger Leute interessieren sich für das, was wirklich schief lief!

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