Mein Chef sagt: Zürckfahren!

Gelsenkirchen. Der Druck wird immer größer. Drei anstehende Klagen (Landgericht, Verwaltungsgericht, Sozialgericht), die ich zurzeit bewältigen muss, haben meinen Chef zu dem Rat bewogen, ich solle vielleicht mal zurückfahren.

Zurückfahren würde Umkehren bedeuten. Das könnte das Ende einer Reise sein, an deren Ziel positive Veränderungen zu bewirken, der Grund der Reise ist.

Ist das Zurückfahren, die Umkehr, wirklich eine Option. Soll wirklich alles so bleiben, wie es ist? Kann ich alleine das Ziel nicht mehr erreichen? Ohne die notwendigen finanziellen Mittel zum Lebensunterhalt wird es nicht gehen! Wenn mir der Finanz-Hahn abgedreht wird, die Steine im Weg zu Felsen werden, dann gibt es keinen Sprit zu kaufen und nichts zu frühstücken. Schluss mit Intrisik. Ohne Moos nix los! Erst kommt das Essen, dann die Moral.

Zurück ins Kloster, dort wo die Moral hingehört?! Sieht wohl so aus. Also erst mal Stillstand, Einkehr, Innehalten. Kurz: SEI.

Vielen Dank, allen, die mir bisher gefolgt sind. Unser gemeinsamer Weg neigt sich dem Ende.

Zitate zum Abschied:

„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“
Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft, 1922

„Und nun ist die Macht an sich böse, gleichviel wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muß also andere unglücklich machen.“
Jacob Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905

„Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.“
Theodor W. Adorno, Minima Moralia, Erster Teil, 1944, S. 67

„Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely.“ „Die Macht neigt dazu, zu korrumpieren, und die absolute Macht korrumpiert absolut.“
John Emerich Edward Dalberg-Acton „Historical Essays and Studies“, 1907

„Es gibt keine wildere Bestie als den Menschen, der zur Leidenschaft Macht hinzugewinnt.“
Plutarch in Ciceros: Ächtung und tragisches Ende

Quelle

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