Notwendige Verbesserungen beim Auslandsaufenthalt von Jugendlichen

erlin/Düsseldorf/Gelsenkirchen. Der Jugendamtskandal um die Auslandsaufenthalte von Jugendlichen hat die Landesregierung veranlasst über Verbesserungen der Rechts- und Qualitätsstandards nachzudenken. In NRW hat der Landtag am 24.09.2015 dazu eine Expertenanhörung durchgeführt.

Fehlender Hinweis des Betreuungsdezernenten Dr. Schmitt

Darauf wurde im Gelsenkirchener Aufklärungsausschuss (AFJH) nicht im Ansatz hingewiesen. Das sollte aber doch wohl die Aufgabe eines Betreuungsdezernenten sein. Was Dr. Schmitt davon abgehalten hat, konnte man in der Ausschussarbeit am 25.09.2015 erahnen. Die Verwaltung hält das Gutachten der Rechnungsprüfung aus Gladbeck, wonach die Auslandsaufenthalte in Pecs/Ungarn erfolgreich gewesen seien, für maßgeblich. Wer jedoch die Landesinitiative zur Qualitätsverbesserung und die kritischen  Expertenmeinungen zur Kenntnis nähme, müsste zu einer dezidierteren Ansicht gelangen. Warum die Verwaltung sich einer solchen Position verschließen möchte, gibt Raum für Spekulationen.

Fehlermanagement – Mangelware?!

Von einem offenen Fehlermanagement mit der Erkenntnis, dass der Dialog die Basis für Verbesserungen darstellen kann, scheint die Verwaltung jedenfalls noch weit entfernt. Folgende Publikationen könnten da weiterhelfen. Vorher oder danach sollte ein echter Austausch über die Hintergründe der jeweiligen Haltung stattfinden; weil es wichtig ist die jeweilige Motivation der anderen Seite im gemeinsam vorzubereitenden Verbesserungsprozess zu erkennen.

Infos zu Änderungen bei der Qualität

Weiterhin gibt es einen Gesetzentwurf, der sich auch auf die Verbesserung des Auslandsaufenthaltes von deutschen Jugendlichen im Ausland auswirken sollte. Die Überarbeitung der Vorschriften für die Erlaubnis zum Betrieb einer Einrichtung, ist nach Auskunft der BAG der Landesjugendämter vorgesehen. Gestern habe ich die Vorsitzende der BAG Birgit Zeller angeschrieben, sie möchte eine entsprechende Anpassung vorschlagen.

Die BAG ist in die Prozesse eingebunden und begleitet diese fachlich. Eine Prüfung der Auslandsaufenthalte deutscher Jugendlicher im Ausland sollte zumindest entsprechend in diesem Sinne erfolgen:

„Das BMFSFJ hat den angekündigten Referentenentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher am 9.6.2015 in die Beteiligung der Länder und Verbände gegeben. Im Zentrum standen ua die Fragen der rechtlichen Vertretung, der bundesweiten Qualitätssicherung (…) sowie die Regelungen zur örtlichen Zuständigkeit. Mit einem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens noch in diesem Jahr und einem Inkrafttreten zum 1.1.2016 ist zu rechnen.“ Quelle

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