Weitere Berichte – unbegründete Hoffnung bei der Stadt

Gelsenkirchen. Die Stadt Gelsenkirchen hat mit Datum vom 31.07.2015 zugleich einen Bericht des Rechnungsprüfungsamtes veröffentlicht.

Zu weiteren Ergebnissen, zum Beispiel von Seiten der Rechnungsprüfung der St. Augustinus Heime GmbH bezüglich St. Josef, äußert sich die Stadt Gelsenkirchen wie folgt:

„Hoffnung auf weitergehende Erkenntnisse hegt die Stadtverwaltung vor allem mit Blick auf die Arbeit der von der St. Augustinus Heime GmbH beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Josef, Erkenntnisse des Kinderschutzbundes Gelsenkirchen sowie des für die Heimaufsicht zuständigen LWL-Landesjugendamtes. Hier liegen der Stadt Gelsenkirchen noch nicht alle Ergebnisse vor.“

Diese Hoffnung kann ich nicht ganz teilen.

Das liegt daran, dass das prüfende Unternehmen BDO für St. Josef gleichzeitig das Unternehmen ist, das die laufende Wirtschaftsprüfung bei St. Augustinus vornimmt. Die BDO hat nun offenbar den Auftrag erhalten sich selbst zu prüfen; falls sie diese Arbeit schon länger betreiben. Denn es geht ja um Vorgänge, die im Bereich cirka ab dem Jahr 2000 liegen.

Wäre es so, dass BDO damals schon die Prüfungen gemacht hat, wären derartige Prüfungen heute kaum Anlass zur Hoffnung. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob die Stadt dies einerseits überhaupt weiß, und andererseits dies implizit wirklich mit ansprechen wollte, als sie ihre Hoffnungsbekundung tätigte. Möglicherweise ist diese Art der Bekundung unter den gegebenen Umständen der ungeklärten Lage, rund um Meißner die AWO und Co., lediglich ein Versuch vom eigenen Unvermögen, richtig zu kontrollieren und aufzuklären, abzulenken.

Wenn das Unternehmen BDO nicht gemerkt haben sollte, dass Überbelegungen in St. Josef – wie von Monitor berichtet – stattgefunden haben, dann würde man denken, sie sind vielleicht nicht in der Lage mit Geschäftszahlen umzugehen, denn jede Überbelegung drückt sich ja in entsprechenden Buchungen wieder. Nur, was würde das für ihre Strafbarkeit bedeuten, wenn sie jetzt feststellen müssten, sie hätten sich damals „verguckt“. Daran kann man leicht erkennen, welches Potential in solch einer Interessenverquickung stecken würde, falls BDO damals schon die jährliche Prüfung von St. Augustinus gemacht hat.

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