OB hat Vertrauen in die Referatsleiter

Gelsenkirchen, 12.05.2015. Die zweite Sondersitzung zum Jugendamtskandal brachte in der Öffentlichkeit mittlerweile regen Unmut hervor. Der Unmut bezieht sich auf wenig Informatives von Seiten der um Aufklärung ringenden Politiker, denen man ihre Statements diesbezüglich – bereits jetzt nach sechs Stunden Sondersitzung – nicht mehr abkauft. Dies ist nachzulesen, und war auch von den Zuschauerrängen zu hören. Der OB musste einen Hinweis erteilen, dass Regungen jeder Art von den Zuschauerrängen zu vermeiden sind.

Der Sinngehalt des Gesagten entsteht beim Hören

Sinn oder Unsinn – Der Informationsgehalt von Gesagtem entsteht im Ohr des Zuhörers. Es ist so wie in der Schule. Nur wer nach dem Gehörten Fragen stellen kann, hat auch etwas verstanden. Meine Frage ist heute die, wie sich die Sache mit den Referatsleitern verhält. Der OB hatte diesbezüglich mitgeteilt, dass er selbstverständlich so viel Vertrauen in die Mitarbeiter hat, dass er dem Tun und Lassen der Referatsleiter prinzipiell vertraut. Das beziehe er auf sämtliche Referatsleiter.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser (gilt insbesondere für Referatsleiter in NRW)

Lange Warten bis Licht ins Dunkel kommt?!

An dieser Stelle war ich als guter eingearbeiteter Experte gespannt wie ein Flitzebogen, ob nun zum ersten Mal in diesen beiden Sitzungstagen des 04. und 12.05.15 der Blick auf den entscheidenden Paragrafen gelenkt würde. Doch wieder nichts. Weder erwähnte der OB diesen, indem er seinen Inhalt zitierte oder nahm die Nummer des Paragrafen in den Mund, noch wurde von den Stadtverordneten diesbezüglich nachgefragt. So wie der verpflichtende Gehalt dieser Regelung bisher einfach unter den Tisch gefallen war, so blieb er dort liegen. Niemand in der Runde der selbsternannten Aufklärer, die teilweise mit enormem Phatos für lückenlose Aufdeckung plädieren, traute sich den Kontrollauftrag des Gesetzgebers gegenüber den Referatsleitern, an die Verantwortlichen im Ratssaal heranzutragen. Spekulationen über die Hintergründe erspare ich mir.

Fehlendes Vertrauen der Öffentlichkeit auf den Punkt gebracht

Die Frage steht jedoch weiter im Raum. Auch, wenn sie niemand gestellt hat. Wie viel Vertrauen kann man in eine Verwaltung und die Vorgesetzten, sowie die Aufklärer haben, wenn sie nicht in der Lage sind, nach zwei Verhandlungstagen mit über acht Stunden quälend langatmiger Redebeiträge, diesen einen entscheidenden Punkt um den sich vieles dreht, zu benennen.

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