Öffentliches Interesse und Konsequenzen für St. Josef

Gelsenkirchen. Der WDR meldet „Konsequenzen hat der Skandal auch für die Leiterin der Jugendhilfeeinrichtung St. Josef. Sie wurde vom kirchlichen Träger St. Augustinus Heime GmbH vorerst von ihren Aufgaben entbunden.“

In der Pressemitteilung von St. Augustinus heißt es: „Um eine lückenlose und rückhaltlose Aufklärung – auch unter Achtung der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Mitarbeiterin – zu gewährleisten, wurde Frau Anja Gresch vorerst von ihren Verpflichtungen als Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Josef entbunden. Zudem wird die St. Augustinus Heime GmbH den Landschaftsverband Westfalen-Lippe als für die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Josef zuständige Aufsichtsbehörde um Unterstützung bei der Aufarbeitung der Zusammenhänge bitten. Darüber hinaus werden rechtliche Schritte erwogen.“

Nach dem Prinzip „Die Kleinen hängen, die Großen laufen lassen“, nimmt der Dienstherr für sich in Anspruch nichts gewußt zu haben. Als ob es ein selbständiges Handeln einer Heimleiterin in einer solchen Organisation gäben könnte. Ähnliches vollzieht sich ja beim Kinderschutzbund, wo die Buchhalterin geschasst wurde. Leute, für wie blöd haltet ihr die Öffentlichkeit? Vermutlich für sehr blöd.

Leider funktioniert das System offenbar in alter Tradition immer noch. Die Frage ist nur, wie lange.

Macht der Vertreter der öffentlichen Anklage (der Staatsanwalt) das Spielchen mit, kann es noch länger gehen. „Die Staatsanwaltschaft Essen hat mittlerweile in dem Fall Ermittlungen aufgenommen. Grund dafür ist nach den Worten von Sprecher Rainer Kock, dass eine Anzeige gegen Unbekannt eingegangen sei. Die Ermittlungen richteten sich bislang nicht gegen eine bestimmte Person oder Institution.“, heißt es auch in der WZ.

OB bitte melden! Was wird aus der Strafanzeige der Stadt?

Nur, wenn sich alle Beteiligten zu einem rigorosen Vorgehen entschließen, wird es einen ordentlichen Schlussstrich geben.

Leider liegt der Staatsanwaltschaft offenbar bisher nur „eine“ Anzeige vor. Ob das Wort numerisch oder als unbestimmter Artikel benutzt wurde ist nicht bekannt. Möglicherweise handelt es sich um die eine Anzeige von Hr. Tertocha. Ich hatte den OB in der Sondersitzung so verstanden, dass auch die Stadt ihrerseits die öffentlichen Ermittlungsbehörden einschalten wird oder bereits eingeschaltet hat. Hier wäre noch Aufklärungsbedarf!

Auf Facebook ist auch der CDU-Vertreterin etwas aufgefallen, was ich im Artikel hier angemahnt habe. Tina Totzeck:Wollte der Oberbürgermeister nicht wieder einladen, sobald sich neue Informationen ergeben?“ – Zeit wärs!

Bis dahin gibt es zwischenzeitlich ein Treffen des OB mit Vertretern von St. Augustinus und Kinderschutzbund. Thema dürfte sein: Welchen Teppich hätten Sie denn gern!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s