Unterschiedlicher Kenntnisstand bei Stadtverordneten

Gelsenkirchen. In der Hauptausschusssitzung vom Montag wurde der sehr unterschiedliche Wissens- und Kenntnisstand der Stadtverordneten deutlich.

Während sich GRÜNE, CDU und SPD ausweislich eigener Bekundungen gut vorbereitet haben, schien das bei den anderen eher nicht der Fall zu sein. Teilweise gab es gute Ansätze, wie bei WIN. Doch Hr. Akyol schaffte es immer wieder, das bemerkte auch Hr. Tertocha von den GRÜNEN, diese im Keim zu ersticken. Die Gründe dafür mögen auch im kulturellen Bereich liegen. Hr. Akyol geht es immer wieder um persönliche Angriffe. Wer das Politikgeschäft länger kennt, weiß um diese Art der unsachlichen gegenseitigen Anmache von Politikern untereinander. Immerhin schafft Hr. Akyol dadurch eine gewisse Einigkeit bei den anderen, einen zivilisierten Status aufrecht zu erhalten. Insofern ist er ein wichtiges ausgleichendes Element in der Runde. Er hat das Privileg, sich wie ein Elefant im Porzellanladen zu verhalten, für sich allein gepachtet. Das fördert unter den anderen eine gewisse Sachlichkeit. Selbst die Vertreterin von AUF hört sich meist an, wie eine Vertreterin einer Mehrheitspartei. Mittlerweile habe ich sie oft genug als ordnende „rechte Hand“ des Oberbürgermeisters erlebt, die im entstehenden Chaos die Dinge vorsortiert.

Gärtner-Engel – als  rechte Hand des OB

Allerdings konnte auch sie nichts daran ändern, dass DieLINKE ihre Fragen, von wem auch immer, nicht beantwortet bekamen. Sie wurden, ganz im Gegenteil, trotz aufmerksamer Anteilnahme von Hr. Tertocha, wiederholt im Ansatz ignoriert. Das war bemerkenswert. Genauso bemerkenswert wie der Inhalt der Anfragen. Sie schienen mir völlig am Thema der Sondersitzung vorbei zu gehen.

Dann gab es noch den netten Hr. Jensen. Er hat sich zwei Mal, mit ich weiß nicht was, zu Wort gemeldet. Ja, und Hr. Hansen von den PIRATEN. Er schleimt sich mit einem Raucherschild a la Schmidt beim OB ein. Vermeldet nach über drei Stunden Sitzung, er hätte sieben Seiten mitgeschrieben, und wäre auf dem gleichen Stand wie vorher. Mmmh. Wie schafft jemand so etwas, wenn andere, wie Hr. Tertocha, immer voll auf der Höhe des Geschehens, mehr Fragen hat als vorher. Da hat doch einer etwas verstanden, von dem, was gesagt wurde. Kompliment. Der Mann sitzt zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Was man von vielen anderen nicht sagen kann. Die Fehlbesetzungen an diesem späten Nachmittag im Rathaus überwogen.

Rechnungsprüfungs-Bericht als großes Kino

Allerdings auch auf Seiten der Verwaltung, wo Hr. Behrendt, allein vom Tonfall und der fehlenden Lautstärke her, den Eindruck der Verschleierung machte. So spricht ein Spion in einem schlechten Agentenfilm, der seine eigentliche Identität unbedingt verdecken möchte. Wirklich großes Kino an diesem Montag im Hans-Sachs-Haus.

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